PetPlus
Alles über Haustiere
Anzeige

🐠 Guppy

Guppy
Foto: Per Harald Olsen · CC BY 3.0 · via Wikimedia Commons

📊Überblick

TierartFisch
GrößeWinzig
Gewicht0,1–0,3 g
Lebenserwartung1–3 Jahre
Höhe / Länge3–6 cm
HerkunftSüdamerika
GruppeLebendgebärer

Guppys sind robuste, farbenprächtige lebendgebärende Fische, die sich so bereitwillig vermehren, dass ein kleines Becken schnell übervölkert ist. Ihrer Anfängerfreundlichkeit stehen kurze Lebenserwartung und Männchen gegenüber, die Weibchen unablässig hinterherjagen.

Haltung auf einen Blick

Täglicher ZeitaufwandGering
UnterhaltskostenGering
Für AnfängerIdeales erstes Haustier

👍 Vorteile

  • Extrem anfängerfreundlich und robust
  • Friedlich – ideal fürs Gesellschaftsbecken und für Kinder
  • Farbenprächtig und unermüdlich aktiv zu beobachten
  • Sehr günstig in Anschaffung und Haltung

👎 Nachteile

  • Vermehren sich so schnell, dass das Becken übervölkern kann
  • Brauchen ein beheiztes, eingefahrenes Becken (kein kaltes Glas)
  • Inzuchtstämme können krankheitsanfällig sein
  • Kurze Lebenserwartung von nur 1-3 Jahren

🧭Wesen & Bedürfnisse

Energie4/5
Anhänglichkeit2/5
Geselligkeit5/5
Kinderfreundlich5/5
Verträglich mit Tieren5/5
Erziehbarkeit2/5
Fellpflege1/5
Haaren1/5
Lautstärke1/5
Platzbedarf2/5
Pflegeaufwand1/5
Alleinbleiben4/5
Unterhaltskosten1/5

📈Im Vergleich zu anderen Fische

▲ Verträglich mit Tieren · überdurchschnittlich▼ Pflegeaufwand · unterdurchschnittlich▲ Geselligkeit · überdurchschnittlich▼ Unterhaltskosten · unterdurchschnittlich

🧠Persönlichkeit & Wesen

Guppys sind lebhafte, friedliche und unermüdlich aktive Fische, die ständig die mittleren und oberen Wasserschichten durchschwimmen und erkunden – ein herrliches Schauspiel. Sie sind sehr sozial, fühlen sich in der Gruppe am wohlsten, und die farbenprächtigen Männchen mit ihren wallenden Flossen sind für ihre charmanten Balztänze vor den Weibchen berühmt. Ihr freundliches, friedfertiges Wesen macht sie zu einem der besten Gesellschaftsfische für Einsteiger.

📜Herkunft & Geschichte

Der Guppy (Poecilia reticulata) ist ein kleiner lebendgebärender Fisch aus den Süß- und Brackgewässern des nordöstlichen Südamerikas und benachbarter Karibikinseln wie Venezuela, Trinidad und Guyana. Wegen seiner Robustheit und leuchtenden Farben geschätzt, wurde er in unzählige Zuchtformen selektiert und weltweit eingeführt – heute ist er einer der beliebtesten Aquarienfische überhaupt.

🏃Bewegung & Beschäftigung

Als Dauerschwimmer brauchen Guppys freien Schwimmraum in der mittleren und oberen Wasserzone sowie lebende oder Seidenpflanzen, durch die sie flitzen und an denen sie ruhen können. Gruppenhaltung, sanfte Wasserbewegung und passende Mitbewohner fördern das natürliche, aktive Schwarmverhalten.

✂️Pflege & Hygiene

Bei Fischen bedeutet Pflege Wasserpflege statt Fellpflege: wöchentlich einen Teilwasserwechsel von etwa 20-30 % durchführen und die Werte testen, damit Ammoniak und Nitrit bei null bleiben. Ein zur Beckengröße passender, regelmäßig gereinigter Filter ist Pflicht – stabiles, sauberes, eingefahrenes Wasser ist der wichtigste Einzelfaktor für die Guppy-Gesundheit.

🍽️Ernährung & Fütterung

Als Grundfutter dient hochwertiges tropisches Flocken- oder Mikrogranulatfutter, ergänzt einige Male pro Woche durch Frost- oder Lebendfutter wie Artemia, Daphnien oder Mückenlarven für Farbe und Vitalität. Ein- bis zweimal täglich kleine Mengen füttern – nur so viel, wie in etwa einer Minute gefressen wird –, um Überfütterung und Wasserbelastung zu vermeiden.

🏠Haltung & Umgebung

Ein beheiztes, gefiltertes, eingefahrenes Becken ab 20 Litern (etwa 5 Gallonen) reicht für ein kleines Trio, doch ab 40 Litern läuft eine Gemeinschaft stabiler und die rasante Vermehrung lässt sich besser steuern. Das Wasser tropisch bei 22-26 °C und einem pH-Wert um 6,8-7,8 halten, lebende Pflanzen als Deckung einsetzen und das Becken vor dem Besatz unbedingt einfahren.

🩺Gesundheit & Lebenserwartung

Gut gepflegt werden Guppys etwa 1-3 Jahre alt, wobei Generationen intensiver Inzucht viele Zuchtstämme weniger robust gemacht haben als Wildbestände. Häufige Erkrankungen sind Flossenfäule, Ichthyo (Weißpünktchenkrankheit), Pilzinfektionen und Schwimmblasenprobleme – meist verursacht durch schlechte Wasserqualität, Überbesatz oder plötzliche Temperaturschwankungen. Stabiles, sauberes, warmes Wasser und ein korrekt eingefahrenes Becken sind die beste Vorbeugung.

🎓Training & Sozialisierung

Fische werden nicht trainiert, aber die richtige Eingewöhnung zählt: den geschlossenen Beutel zum Temperaturausgleich schwimmen lassen, dann über 20-30 Minuten langsam Beckenwasser zugeben und die Tiere behutsam umsetzen – niemals das Händlerwasser ins Aquarium kippen. Mit der Zeit lernen viele Guppys die Fütterungsroutine kennen und versammeln sich vorn an der Scheibe.

💰Kosten der Haltung

Guppys selbst sind sehr günstig; der Hauptposten ist die Erstausstattung (kleines Becken, Heizer, Filter, Licht und Bodengrund), die dennoch überschaubar bleibt. Die laufenden Kosten für Futter, etwas Strom für den Heizer und gelegentliche Wasseraufbereiter sind niedrig – Guppys gehören damit zu den preiswertesten Haustieren überhaupt.

💚Zu wem es passt

Ideal für absolute Einsteiger, die sich einen unkomplizierten, leuchtend bunten Gesellschaftsfisch wünschen.

💡Passt besonders gut zu

✨ Schon gewusst? Guppys sind Lebendgebärende, die statt Eiern frei schwimmende Jungfische zur Welt bringen – und ein Weibchen kann das Sperma eines Männchens speichern und aus einer einzigen Paarung mehrere Würfe hervorbringen.
📖 Den kompletten Fisch-Ratgeber lesen →

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Guppys kann man zusammen halten?

Als Faustregel gilt etwa 1 Guppy pro 4 Liter Wasser; ein 40-Liter-Becken bietet also bequem Platz für eine kleine Gruppe. Mehr Männchen als Weibchen oder nur ein Geschlecht zu halten hilft, die rasante Vermehrung zu vermeiden.

Brauchen Guppys einen Heizstab?

Ja. Guppys sind tropische Fische und brauchen stabiles Wasser um 22-26 °C; in den meisten Wohnungen ist ein Heizer daher unverzichtbar. Plötzliche Kälte oder Temperaturschwankungen stressen die Tiere und begünstigen Krankheiten.

Warum vermehren sich meine Guppys so schnell?

Guppys sind äußerst produktive Lebendgebärende: Ein einzelnes Weibchen bringt etwa jeden Monat 20-100 Jungfische zur Welt und kann sogar Sperma speichern, um weitere Würfe zu produzieren – gemischtgeschlechtliche Becken füllen sich daher rasch.

🔎Häufige Fragen

⚖️ Guppy vs. Molly →

Ähnliche Haustiere

Ähnliche Haustiere anderer Tierarten

Quellen: American Kennel Club / breed standards · The Cat Fanciers' Association · PDSA / RSPCA pet care guides · Spruce Pets care references

← Alle Fische

Anzeige
Vergleichsleiste