Klimaanlagen-BTU-Rechner (Kühlleistung ermitteln)
Geben Sie die Wohnfläche des Raums, die Sonneneinstrahlung und die übliche Personenzahl ein, um die passende Klimaanlagenleistung in BTU, Tonnen und Kilowatt zu erhalten — Schluss mit dem Rätselraten zwischen unterdimensionierten Geräten, die den Raum nie richtig kühlen, und überdimensionierten Geräten, die nur Energie verschwenden.
So funktioniert diese Berechnung
Die Faustregel liegt bei etwa 25 BTU Kühlleistung pro Quadratfuß Grundfläche (rund 270 BTU pro Quadratmeter) für einen Raum mit einer Standarddeckenhöhe von etwa 2,4 m und normaler Dämmung. Ihre Fläche in m² wird in Quadratfuß umgerechnet und anschließend mit diesem Grundwert multipliziert.
Die Sonneneinstrahlung verschiebt den Grundwert: Ein sonnenverwöhnter, west- oder südausgerichteter Raum mit viel Glasfläche benötigt etwa 10% mehr Leistung, während ein schattiger, nordausgerichteter oder stark verhängter Raum etwa 10% weniger benötigt.
Zusätzliche Personen erhöhen die Wärmelast. Der Grundwert geht von 2 Personen aus; jede weitere Person addiert rund 600 BTU, da der menschliche Körper ständig Wärme abgibt. Der endgültige BTU-Wert wird auf die nächsten 100 gerundet und zusätzlich in Tonnen (1 Tonne = 12.000 BTU, die Standardeinheit für Zentralklimaanlagen) sowie in Kilowatt (die metrische Angabe auf den meisten Typenschildern außerhalb der USA) ausgedrückt.
Rechenbeispiel
Raumgröße und BTU auf einen Blick
Für eine schnelle Orientierung vor der Anpassung an Sonne und Personenzahl: So übersetzen sich gängige Raumgrößen in Kühlleistung bei der Standardrate von 25 BTU pro Quadratfuß:
| Raumfläche | Ca. benötigte BTU | Ca. Tonnen |
|---|---|---|
| 10 m² (Schlafzimmer) | 2.700 | 0,23 |
| 15 m² (kleines Schlafzimmer/Büro) | 4.000 | 0,33 |
| 20 m² (mittleres Schlafzimmer) | 5.400 | 0,45 |
| 25 m² (großes Schlafzimmer) | 6.700 | 0,56 |
| 35 m² (Wohnzimmer) | 9.400 | 0,78 |
| 50 m² (offener Wohn-/Essbereich) | 13.500 | 1,13 |
| 70 m² (großer offener Bereich) | 18.800 | 1,57 |
Warum Überdimensionierung nach hinten losgeht
Es ist verlockend, sicherheitshalber ein größeres Gerät zu wählen, aber eine für den Raum zu starke Klimaanlage kühlt die Luft schnell ab und schaltet sich ab, bevor sie lange genug gelaufen ist, um Feuchtigkeit zu entfernen. Der Raum wird laut Thermometer kalt, fühlt sich aber weiterhin feucht an, und der Kompressor schaltet sich weit häufiger ein und aus als nötig, was Verschleiß und Stromverbrauch durch wiederholte Anlaufstromspitzen erhöht.
Ein richtig dimensioniertes Gerät läuft in längeren, gleichmäßigeren Zyklen, die sowohl kühlen als auch effektiv entfeuchten — aus demselben Grund dimensionieren Klimatechniker Anlagen nach der tatsächlichen Last statt einfach das größte verfügbare Gerät zu kaufen.
Faktoren, die diese Schätzung nicht vollständig erfasst
- Deckenhöhe über dem Standard von ca. 2,4 m — pro zusätzlichem Fuß etwa 10% mehr Leistung einplanen
- Küchen oder Räume mit wärmeerzeugenden Geräten — etwa 4.000 BTU zusätzlich
- Schlechte Dämmung, Einfachverglasung oder ein Raum im obersten Stockwerk unter einem ungedämmten Dach
- Große Elektronik-Last (mehrere Computer, ein großer Fernseher, Server), die zusätzliche Wärme erzeugt
- Regionales Klima — in heißeren, feuchteren Klimazonen kann mehr Leistung nötig sein als die Faustregel vorgibt
BTU, Tonnen und Kilowatt erklärt
BTU (British Thermal Unit) pro Stunde ist das traditionelle US-Maß für Kühlleistung. Eine Tonne Kühlleistung entspricht genau 12.000 BTU/h, eine Einheit aus der Eisindustrie. Kilowatt (kW) ist die metrische Angabe auf den meisten Typenschildern von Klimaanlagen außerhalb der USA — dieser Rechner zeigt alle drei Einheiten, damit Sie unabhängig von der Herstellerangabe sicher vergleichen können.