Farbrechner (Wandfarbe berechnen)
Geben Sie Länge und Breite des Raums, die Wandhöhe, die Anzahl der Türen und Fenster sowie die geplante Anzahl der Anstriche ein, um zu erfahren, wie viele Liter Farbe Sie kaufen müssen und wie groß die zu streichende Wandfläche ist.
So funktioniert diese Berechnung
Das Tool berechnet zunächst den Wandumfang des Raums (2 × (Länge + Breite)) und multipliziert ihn mit der Wandhöhe, um die gesamte Wandfläche zu erhalten. Anschließend werden Abzüge für Türen (je 1,8 m²) und Fenster (je 1,5 m²) vorgenommen, um die tatsächlich zu streichende Fläche zu ermitteln, da Öffnungen nicht gestrichen werden.
Benötigte Farbmenge (Liter) = zu streichende Fläche × Anzahl der Anstriche ÷ Ergiebigkeit der Farbe (m² pro Liter). Die Ergiebigkeit hängt von Marke, Oberfläche (Glanzgrad) und der Saugfähigkeit des Untergrunds ab — prüfen Sie daher die Angabe auf dem Gebinde oder im Datenblatt, statt zu schätzen.
Die Decke ist in dieser Schätzung nicht enthalten. Wenn Sie auch die Decke streichen, berechnen Sie deren Fläche separat (Länge × Breite) und teilen Sie durch die Ergiebigkeit.
Rechenbeispiel
Typische Ergiebigkeit je Oberfläche
Die auf dem Gebinde angegebene Ergiebigkeit setzt eine glatte, grundierte Oberfläche voraus, die in empfohlener Schichtdicke aufgetragen wird. Auf strukturierten oder saugfähigen Wänden ist die tatsächliche Ergiebigkeit oft geringer.
| Oberfläche | Typische Ergiebigkeit | Am besten geeignet für |
|---|---|---|
| Matt / stumpfmatt | 10–12 m²/L | Decken, wenig beanspruchte Wände |
| Eierschalenmatt / Seidenmatt | 9–11 m²/L | Wohnzimmer, Schlafzimmer |
| Seidenglanz | 8–10 m²/L | Küchen, Bäder, Zierleisten |
| Glänzend | 8–9 m²/L | Türen, Sockelleisten, stark beanspruchte Bereiche |
| Grundierung / Voranstrich | 6–9 m²/L | Rohputz, Farbwechsel |
So messen Sie einen Raum zum Streichen
- Messen Sie Länge und Breite des Raums auf Bodenhöhe mit einem Maßband in Metern.
- Messen Sie die Wandhöhe vom Boden bis zur Decke; verwenden Sie bei schrägen Decken den Durchschnittswert.
- Zählen Sie Türen und Standardfenster, statt jede Öffnung einzeln zu vermessen, außer sie sind ungewöhnlich groß.
- Notieren Sie Bereiche, die nicht gestrichen werden (Einbauschränke, gefliesten Flächen) und ziehen Sie diese bei Bedarf manuell ab.
- Runden Sie die berechnete Literzahl auf die nächste Gebindegröße auf und rechnen Sie etwa 10 % für Verschnitt und Nacharbeiten dazu.
Warum Anstriche und Grundierung wichtig sind
Ein einzelner Anstrich ergibt selten eine gleichmäßige, deckende Farbe — Pinsel- und Rollenspuren, ungleichmäßige Saugfähigkeit und die darunterliegende Farbe scheinen meist durch. Zwei Anstriche sind für die meisten Innenwände die Standardempfehlung und auch die Voreinstellung dieses Rechners.
Wenn Sie über eine viel dunklere oder sehr andersfarbige Fläche streichen (zum Beispiel Weiß über Dunkelrot), sollten Sie zuerst eine graue oder eingefärbte Grundierung auftragen. Die Grundierung versiegelt saugfähige Untergründe, sodass der Deckanstrich gleichmäßiger deckt und oft insgesamt weniger Farbe verbraucht — auch wenn dadurch ein zusätzlicher Anstrich zur Gesamtzahl hinzukommt.
Kaufen Sie einen Puffer, nicht nur die genaue Menge
Runden Sie immer auf die nächste Gebindegröße auf und kaufen Sie etwa 10 % mehr Farbe, als der Rechner vorschlägt. Das schützt vor Messfehlern, zusätzlichen Nacharbeiten, höherer Saugfähigkeit als erwartet und dem Risiko, dass ein Farbton oder eine Charge später nicht mehr erhältlich ist.