Rechner für den echten Stundenlohn
Ihre Gehaltsabrechnung zeigt einen nominalen Stundenlohn, aber die Zeit, die ein Job tatsächlich verschlingt – Pendeln, Vorbereitung, Abschalten – und das Geld, das er kostet – Benzin, Parken, Arbeitskleidung, auswärts gekaufte Mittagessen – schmälern still und leise, was Sie pro Stunde verdienen. Geben Sie Ihre Zahlen ein, um Ihren echten Stundenlohn zu sehen.
So funktioniert diese Berechnung
Die echten Arbeitsstunden addieren die Pendelzeit zur Arbeitszeit und multiplizieren sie mit den Wochen, die Sie tatsächlich arbeiten: (Stunden pro Woche + Pendelstunden pro Woche) × Wochen pro Jahr. Das ist die gesamte Zeit, die der Job Ihrem Leben entzieht, nicht nur die Zeit auf der Uhr.
Die jährlichen berufsbedingten Kosten (Parken, Benzin, Fahrkarten, Arbeitskleidung, Kaffee, gekaufte statt mitgebrachte Mittagessen) werden vom Jahresgehalt abgezogen, um das Nettoeinkommen zu erhalten – das, was der Job Ihnen tatsächlich lässt.
Der echte Stundenlohn teilt das Nettoeinkommen durch die echten Arbeitsstunden. Der nominale Stundenlohn teilt zum Vergleich Ihr volles Gehalt nur durch die bezahlten Stunden (ohne Pendeln, ohne Kosten) – das ist die Zahl, die die meisten für ihren wahren Verdienst halten.
Rechenbeispiel
Nominaler vs. echter Stundenlohn
Diese beiden Zahlen beantworten unterschiedliche Fragen. Der nominale Lohn ist das, was Ihr Gehalt pro Stunde auf der Uhr zu verdienen scheint. Der echte Lohn ist das, was Ihre Zeit tatsächlich wert ist, sobald die Stunden, die der Job außerhalb der Uhr verschlingt, und das Geld, das er kostet, beide gezählt werden.
| Kennzahl | Formel | Was sie aussagt |
|---|---|---|
| Nominaler Lohn | Gehalt ÷ (Stunden/Woche × Wochen/Jahr) | Lehrbuch-Stundensatz aus Ihrer Gehaltsabrechnung |
| Echter Lohn | Nettoeinkommen ÷ (Arbeits- + Pendelstunden) × Wochen/Jahr | Was Sie pro aufgegebener Lebensstunde tatsächlich verdienen |
| Nettoeinkommen | Gehalt − jährliche Jobkosten | Was der Job Ihnen nach seinen eigenen Ausgaben lässt |
Woher die Lücke kommt
- Pendeln: unbezahlte Zeit für den Weg zur und von der Arbeit, manchmal eine Stunde oder mehr pro Richtung.
- Arbeitskleidung und Uniformen: Kosten, die nur wegen des Jobs anfallen.
- Transport und Parken: Kraftstoff, Maut, Fahrkarten, Parkgebühren.
- Auswärts gekaufte Mahlzeiten und Kaffee: Bequemlichkeitsausgaben, die damit zusammenhängen, außer Haus zu sein.
- Abschaltzeit: Manche zählen die nach der Arbeit nötige Ruhezeit, um sich von einem fordernden Job zu erholen.
So beurteilen Sie ein Jobangebot oder eine Gehaltserhöhung
Eine Gehaltserhöhung, die mit einem längeren Pendelweg oder einer strengeren Kleiderordnung einhergeht, kann still und leise mehr kosten, als sie einbringt. Lassen Sie sowohl Ihren aktuellen Job als auch ein mögliches Angebot mit realistischen Pendel- und Kostenschätzungen durch den Rechner laufen und vergleichen Sie dann den echten Stundenlohn, nicht das Bruttogehalt.
Dieselbe Logik gilt für einen Nebenjob oder freiberufliche Arbeit: Wenn 10 unbezahlte Stunden Verwaltung und eine 30-minütige Fahrt nötig sind, um einen echten Lohn von umgerechnet 15 zu verdienen, ist es vielleicht weniger wert, als es zunächst scheint.
Woher diese Idee stammt
Die Übung zum echten Stundenlohn ist eine Kernidee aus dem Finanzratgeber „Your Money or Your Life“, der Ausgaben und Arbeitszeit als Tausch von „Lebensenergie“ umdeutet. Die zentrale Erkenntnis: Jeder Kauf sollte in Stunden echten Lohns gemessen werden, nicht nur in Geld, denn das ist der wahre Preis der Zeit, die Sie aufgegeben haben, um ihn zu verdienen.