Eine Transplantation und Medikamente lösen unterschiedliche Probleme und funktionieren oft am besten gemeinsam. Medikamente (Minoxidil, Finasterid) sind für fast jeden der erste Schritt: Sie verlangsamen oder stoppen den fortschreitenden Haarausfall und können miniaturisiertes Haar teilweise nachwachsen lassen, müssen aber dauerhaft eingenommen werden und können einen vollständig kahlen, glänzenden Bereich nicht nachwachsen lassen. Eine Transplantation verpflanzt lebende, DHT-resistente Follikel in kahle Zonen für eine dauerhafte kosmetische Lösung, tut aber nichts, um die Ausdünnung Ihres eigenen Haars rund um die Grafts aufzuhalten. Deshalb bestehen Chirurgen darauf, dass Patienten nach der Operation weiterhin Medikamente einnehmen – andernfalls sieht die Transplantation gut aus, während das umliegende Haar verschwindet. Bei frühem Haarausfall sind Medikamente allein meist die richtige Wahl; bei bereits bestehenden kahlen Stellen liefert eine Transplantation plus fortlaufende Medikation das dauerhafteste Ergebnis. Keines von beiden ist eine eigenständige, einmalige Heilung.
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⚠️ Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten — nicht selbst behandeln
- Plötzliche fleckige oder kreisrunde kahle Stellen
- Rötung, Schuppung, Eiter, Schmerz oder Juckreiz (mögliche vernarbende Alopezie — dringend behandeln)
- Abgebrochene Haare oder rascher Verlust
- Verlust mit körperweiten Anzeichen (Gewichtsverlust, Müdigkeit, Zyklusveränderungen, Akne, vermehrter Haarwuchs)
- Verlust unmittelbar nach einem neuen Medikament
- Jeglicher Haarausfall bei einem Kind