Eine Haartransplantation ist kein Medikament, sondern ein chirurgischer Eingriff. Follikel aus der DHT-resistenten „Sicherheitszone“ am Hinterkopf werden entnommen und in kahle Bereiche verpflanzt, wo das umgesetzte Haar dauerhaft wächst. Bei der FUE werden einzelne follikuläre Einheiten entnommen, was keine lineare Narbe hinterlässt und eine schnellere Erholung ermöglicht, jedoch bei höheren Kosten pro Transplantat; bei der FUT wird ein Streifen der Kopfhaut entfernt, was eine lineare Narbe hinterlässt, aber in einer Sitzung mehr Transplantate liefern kann. In beiden Fällen ist das zugrunde liegende Prinzip dasselbe.
Der wichtigste Punkt ist, dass eine Transplantation den Haarausfall nicht „heilt“. Das umgesetzte Haar überlebt, doch die androgenetische Alopezie schreitet im ursprünglichen Eigenhaar weiter fort, sodass eine medizinische Therapie wie Minoxidil oder Finasterid in der Regel fortgeführt wird, um zu verhindern, dass mit der Zeit ein lückenhaftes, unnatürliches Bild entsteht. Die Spenderregion am Hinterkopf ist zudem eine begrenzte Ressource: Eine Überentnahme dünnt sie aus und verringert, was bei künftigen Eingriffen möglich ist.
Realistisch betrachtet brauchen die Ergebnisse etwa 9 bis 12 Monate oder mehr, um sich zu setzen, und ein vorübergehender „Schockverlust“ unmittelbar nach der Operation ist häufig. Zu den Risiken zählen Infektionen, Follikulitis, Vernarbung und ein schlechtes Anwachsen der Transplantate bei einer unerfahrenen ausführenden Person, daher prüfen Sie stets die Qualifikation der ausführenden Person und wer die Operation tatsächlich durchführt (eine qualifizierte Chirurgin oder ein qualifizierter Chirurg gegenüber unbeaufsichtigten Hilfskräften). Die Kosten variieren stark nach Land und Klinik und sind stark marketinggetrieben, denken Sie also daran, dass die günstigste Option nicht die sicherste ist.
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FAQ
Heilt eine Haartransplantation den Haarausfall?
Nein. Das transplantierte Haar wächst dauerhaft, doch Ihr ursprüngliches Eigenhaar bleibt von der androgenetischen Alopezie betroffen. Deshalb wird in der Regel Minoxidil oder Finasterid fortgeführt, um zu verhindern, dass mit der Zeit ein unnatürliches Muster entsteht. Am treffendsten betrachtet man eine Transplantation als Umverteilungsverfahren und nicht als Heilung.
Wann setzen sich die Ergebnisse?
Transplantiertes Haar durchläuft unmittelbar nach der Operation einen vorübergehenden „Schockverlust“ und wächst dann nach, wobei das Endergebnis sich in der Regel über 9 bis 12 Monate oder mehr setzt. Statt schnell ein fertiges Bild zu erwarten, ist es realistisch, ihm fast ein Jahr Zeit zu geben.
Ist es in Ordnung, es günstig im Ausland machen zu lassen?
Die Kosten variieren stark nach Land und Klinik, doch die günstigste Option ist nicht die sicherste. Prüfen Sie stets, wer die Operation tatsächlich durchführt (eine qualifizierte Chirurgin oder ein qualifizierter Chirurg gegenüber unbeaufsichtigten Hilfskräften), die Qualifikation der ausführenden Person sowie Hygiene und Nachsorge. Die Spenderregion ist eine begrenzte Ressource, sodass ein unerfahren durchgeführter Eingriff sogar verringern kann, was künftig möglich ist.
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⚠️ Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten — nicht selbst behandeln
- Plötzliche fleckige oder kreisrunde kahle Stellen
- Rötung, Schuppung, Eiter, Schmerz oder Juckreiz (mögliche vernarbende Alopezie — dringend behandeln)
- Abgebrochene Haare oder rascher Verlust
- Verlust mit körperweiten Anzeichen (Gewichtsverlust, Müdigkeit, Zyklusveränderungen, Akne, vermehrter Haarwuchs)
- Verlust unmittelbar nach einem neuen Medikament
- Jeglicher Haarausfall bei einem Kind