- Im Auftrag des französischen Bildungsministeriums entwickelten Alfred Binet und Théodore Simon 1905 eine Skala, um Schulkinder zu erkennen, die zusätzliche Unterstützung brauchten.
- Binet verglich die Leistung eines Kindes mit dem für jede Altersstufe typischen Niveau und erhielt so ein 'Intelligenzalter'.
- Binet betonte, sein Test messe die aktuelle Leistung, nicht eine feste, angeborene Kapazität.
- Binets menschliche Absicht — Kindern beim Lernen zu helfen — steht in scharfem Kontrast zu späteren Missbräuchen des Testens.
Was schuf Alfred Binet?
Im Auftrag des französischen Bildungsministeriums entwickelten Alfred Binet und Théodore Simon 1905 eine Skala, um Schulkinder zu erkennen, die zusätzliche Unterstützung brauchten. Sie bestand aus gestaffelten Aufgaben steigender Schwierigkeit. Diese Binet-Simon-Skala gilt als Urahn jedes modernen IQ-Tests.
Was bedeutete das 'Intelligenzalter'?
Binet verglich die Leistung eines Kindes mit dem für jede Altersstufe typischen Niveau und erhielt so ein 'Intelligenzalter'. Ein Achtjähriger, der wie ein typischer Zehnjähriger abschnitt, hatte ein höheres Intelligenzalter. Später machte William Stern daraus den Intelligenzquotienten als Verhältniszahl.
Wovor warnte Binet selbst?
Binet betonte, sein Test messe die aktuelle Leistung, nicht eine feste, angeborene Kapazität. Er sorgte sich ausdrücklich, das Verfahren könne missbraucht werden, um Kinder dauerhaft abzustempeln. Diese Warnung wurde später oft überhört.
Warum ist Binets Anliegen wichtig?
Binets menschliche Absicht — Kindern beim Lernen zu helfen — steht in scharfem Kontrast zu späteren Missbräuchen des Testens. Sie bleibt der beste Grund, solche Werkzeuge überhaupt einzusetzen. Diagnostik sollte fördern und nicht aussortieren.