- Galton war ein englischer Universalgelehrter des 19.
- Bei seinen Messungen entwickelte Galton frühe Formen von Korrelation und Regression, die später durch Karl Pearson ausgebaut wurden.
- Galton prägte 1883 den Begriff 'Eugenik' und warb dafür, die Menschheit durch selektive Fortpflanzung zu 'verbessern'.
- Galtons Geschichte ist eine Warnung: Messung ohne Ethik kann großen Schaden anrichten.
Wer war Francis Galton?
Galton war ein englischer Universalgelehrter des 19. Jahrhunderts und ein Cousin Charles Darwins. In seinem Werk 'Hereditary Genius' (1869) behauptete er, Begabung werde überwiegend vererbt. Zur Stützung dieser These entwickelte er anthropometrische Verfahren, die körperliche Merkmale und Reaktionszeiten erfassten.
Welchen statistischen Beitrag leistete er?
Bei seinen Messungen entwickelte Galton frühe Formen von Korrelation und Regression, die später durch Karl Pearson ausgebaut wurden. Diese Werkzeuge sind bis heute Grundlage der empirischen Forschung. Sein methodisches Erbe lässt sich vom ideologischen sauber trennen.
Was war an seinem Denken gefährlich?
Galton prägte 1883 den Begriff 'Eugenik' und warb dafür, die Menschheit durch selektive Fortpflanzung zu 'verbessern'. Diese Pseudowissenschaft diente später zur Rechtfertigung von Zwangssterilisationen, Diskriminierung und im Nationalsozialismus von Massenverbrechen. Sie wird heute uneingeschränkt verurteilt.
Welche Lehre ziehen wir daraus?
Galtons Geschichte ist eine Warnung: Messung ohne Ethik kann großen Schaden anrichten. Die moderne Psychologie übernimmt seine Statistik, weist seine eugenischen Schlüsse jedoch vollständig zurück. Unterschiede in Testergebnissen sagen nichts über den Wert eines Menschen aus.