Inflationsrechner (Kaufkraftverlust berechnen)
Geben Sie einen Betrag, eine erwartete jährliche Inflationsrate und eine Anzahl von Jahren ein, um zu sehen, was dieser Betrag in Zukunft kosten wird und wie stark die Inflation den heutigen Wert Ihres Geldes tatsächlich mindert.
So funktioniert diese Berechnung
Inflation verzinst sich jedes Jahr, genau wie Zinsen. Der Rechner ermittelt zunächst den Zinsfaktor f = (1 + Rate/100)^Jahre, wobei Rate die jährliche Inflationsrate in Prozent und Jahre die Anzahl der Jahre ist, über die sie sich aufzinst.
Die zukünftigen Kosten zeigen, was der heutige Betrag später kosten wird: futureCost = Betrag × f. Das beantwortet die Frage, wie viel derselbe Warenkorb Sie in Zukunft kosten wird.
Die Kaufkraft ist die Umkehrung davon: buyingPower = Betrag ÷ f. Sie zeigt, was Ihr heutiger Betrag in heutigen Werten tatsächlich wert sein wird, wenn Sie ihn erst Jahre später ausgeben — dieselbe Anzahl an Währungseinheiten kauft dann weniger Waren.
Rechenbeispiel
Wie 1,000 im Laufe der Zeit an Wert verliert
Die Tabelle zeigt, worauf eine heutige Kaufkraft von 1,000 nach verschiedenen Zeiträumen bei einigen gängigen Inflationsraten schrumpft. Längere Zeiträume und höhere Raten verstärken den Effekt beide deutlich.
| Jahre | bei 2% | bei 3% | bei 5% | bei 8% |
|---|---|---|---|---|
| 5 | 905.73 | 862.61 | 783.53 | 680.58 |
| 10 | 820.35 | 744.09 | 613.91 | 463.19 |
| 20 | 672.97 | 553.68 | 376.89 | 214.55 |
| 30 | 552.07 | 411.99 | 231.38 | 99.38 |
Warum Bargeld unter der Matratze an Wert verliert
Geld, das als Bargeld gehalten wird oder auf einem unverzinsten Konto liegt, wächst nicht, um die Inflation auszugleichen. Jedes Jahr, in dem die Preise steigen, kauft derselbe Bargeldbestand ein wenig weniger. Über ein Jahr betrachtet wirkt das vernachlässigbar; über zehn oder dreißig Jahre summiert es sich zu einem sehr großen realen Verlust, genau wie in der obigen Tabelle gezeigt.
Das ist das Kernargument dafür, für langfristige Ziele eher zu investieren als Bargeld zu horten: Eine Investition erhält Ihre Kaufkraft nur, wenn ihre Rendite mindestens der Inflationsrate entspricht. Alles, was weniger als die Inflation einbringt, verliert weiterhin real an Wert, selbst wenn der Kontostand nominal wächst.
Nominale vs. reale Rendite
- Nominale Rendite: das prozentuale Wachstum, das auf Ihrem Kontoauszug angezeigt wird, vor Berücksichtigung der Inflation.
- Reale Rendite: nominale Rendite minus Inflation — das, was Sie tatsächlich an Kaufkraft gewonnen haben.
- Ein Sparkonto mit 2% Zinsen bei einer Inflation von 5% hat eine reale Rendite von etwa −3%: Sie verlieren real an Boden, selbst wenn der Kontostand steigt.
- Vergleichen Sie bei der Entscheidung, ob eine Anlage die Inflation schlägt, die erwartete reale Rendite und nicht nur den nominalen Zinssatz.
Planen mit einer Inflationsschätzung
Da die künftige Inflation nicht im Voraus bekannt ist, ist es üblich, diesen Rechner mit mehreren unterschiedlichen Raten durchzuspielen — einer vorsichtigen niedrigen Schätzung, dem historischen Durchschnitt Ihres Landes und einer höheren Stresstest-Rate —, um eine plausible Bandbreite statt einer einzelnen Zahl zu erhalten. Das ist besonders nützlich für langfristige Ziele wie die Altersvorsorge, bei denen schon eine Differenz von ein oder zwei Prozentpunkten in der angenommenen Inflation über mehrere Jahrzehnte zu einem sehr unterschiedlichen Ergebnis führt.