ROI-Rechner (Kapitalrendite)
Geben Sie ein, was Sie investiert haben, worauf es angewachsen ist und wie lange Sie es gehalten haben – und Sie erhalten Ihren gesamten ROI, Ihre annualisierte Rendite (CAGR) und Ihren reinen Gewinn, alles an einem Ort.
So funktioniert diese Berechnung
Der Gesamt-ROI misst den gesamten Gewinn oder Verlust im Verhältnis zum eingesetzten Kapital: ROI = (Endwert − Anfangswert) ÷ Anfangswert × 100. Eine Investition von 1.000, die auf 1.500 anwächst, hat einen Gesamt-ROI von 50 %, egal ob das 6 Monate oder 20 Jahre gedauert hat.
Die annualisierte Rendite, auch CAGR (jährliche Wachstumsrate bei Zinseszins) genannt, glättet diesen Gesamtgewinn zu einer einzigen Rate „pro Jahr“: CAGR = ((Endwert ÷ Anfangswert) ^ (1 ÷ Jahre) − 1) × 100. Sie beantwortet die nützlichere Frage: Wie schnell hat sich mein Geld im Durchschnitt tatsächlich jährlich verzinst?
Der Gewinn ist einfach der Endwert minus dem Anfangswert, in derselben Einheit, die Sie eingegeben haben – der reine Betrag, der gewonnen oder verloren wurde, bevor Sie sich irgendeinen Prozentsatz ansehen.
Rechenbeispiel
Gesamt-ROI vs. annualisierte Rendite (CAGR)
Diese beiden Zahlen beantworten unterschiedliche Fragen. Der Gesamt-ROI beantwortet „Wie viel habe ich insgesamt gewonnen?“, während die annualisierte Rendite beantwortet „Wie schnell ist mein Geld im Durchschnitt pro Jahr gewachsen?“ Die Tabelle unten zeigt, warum ein plakativer ROI ohne Kenntnis des Zeitraums irreführend sein kann.
| Szenario | Gesamt-ROI | Gehaltene Jahre | Annualisiert (CAGR) |
|---|---|---|---|
| 1.000 → 1.500 | 50 % | 1 | 50,00 % |
| 1.000 → 1.500 | 50 % | 3 | 14,47 % |
| 1.000 → 1.500 | 50 % | 10 | 4,14 % |
| 1.000 → 2.000 | 100 % | 5 | 14,87 % |
Warum die Zeit alles verändert
Derselbe Gesamt-ROI kann ein hervorragendes oder ein schwaches Ergebnis darstellen – je nachdem, wie lange es gedauert hat, ihn zu erzielen. Ein Gewinn von 50 % in einem Jahr ist eine herausragende annualisierte Rendite; derselbe Gewinn von 50 %, gestreckt über zehn Jahre, ergibt gut 4 % pro Jahr – ungefähr auf dem Niveau langfristiger Anleiherenditen und keine bemerkenswerte Leistung.
Deshalb verlassen sich ernsthafte Anleger beim Vergleich von Chancen eher auf die CAGR als auf den reinen ROI: Sie klammert die Zeitdimension aus und lässt Sie einen 2-jährigen Trade und eine 15-jährige Haltedauer auf Augenhöhe nebeneinanderstellen.
Verschiedene Investitionen fair vergleichen
- Vergleichen Sie bei unterschiedlichen Haltedauern stets annualisierte Renditen und nicht den Gesamt-ROI.
- Beziehen Sie das Risiko ein: Eine höhere CAGR aus einem volatilen Vermögenswert ist nicht automatisch „besser“ als eine niedrigere, stetigere CAGR.
- Beziehen Sie alle Zahlungsströme in Ihren Endwert ein – reinvestierte Dividenden, Zinsen oder Mieteinnahmen gehören alle zum Gewinn, nicht nur der Verkaufspreis.
- Denken Sie daran: Die CAGR unterstellt ein glattes, zinseszinsbasiertes Wachstum; reale Renditen sind ungleichmäßig, sie ist also ein nützlicher Durchschnitt, keine Prognose.
- Vergleichen Sie gleichartige Währungen oder Einheiten – eine inflationsbereinigte Rendite mit einer nominalen zu vermischen, verzerrt den Vergleich.
Häufige Fallstricke bei der ROI-Berechnung
Der häufigste Fehler besteht darin, Gesamt-ROI-Werte über Investitionen mit sehr unterschiedlichen Haltedauern hinweg zu vergleichen, wodurch kurzfristige Trades künstlich beeindruckender wirken als langfristige Zinseszins-Anlagen. Ein zweiter verbreiteter Fehler ist, reinvestierte Erträge (Dividenden, Kupons, Miete) nicht in den Endwert einzurechnen, was die tatsächliche Rendite untertreibt.
Schließlich sagt der ROI allein nichts über das Risiko aus. Zwei Investitionen können dieselbe annualisierte Rendite aufweisen, während die eine unterwegs stark schwankte und die andere stetig wuchs – sie sind selbst bei identischen Zahlen in diesem Rechner nicht gleich wünschenswert.