1RM-Rechner (Einwiederholungsmaximum)
Gib das gehobene Gewicht und die Anzahl der Wiederholungen ein, um dein geschätztes Einwiederholungsmaximum (1RM) zu berechnen. Der Rechner bildet den Durchschnitt aus der Epley- und der Brzycki-Formel, den beiden gängigsten Methoden im Krafttraining.
So funktioniert diese Berechnung
Die Epley-Formel schätzt das 1RM als Gewicht × (1 + Wiederholungen ÷ 30). Sie ist einfach zu berechnen, tendiert bei höheren Wiederholungszahlen leicht nach oben und wird von den meisten Trainings-Apps standardmäßig verwendet.
Die Brzycki-Formel schätzt das 1RM als Gewicht × 36 ÷ (37 − Wiederholungen). Sie liegt im mittleren Wiederholungsbereich meist etwas unter Epley und ist ab 37 Wiederholungen nicht mehr definiert — darüber greift der Rechner allein auf Epley zurück.
Dein Ergebnis ist der Durchschnitt aus beiden Formeln (oder einfach das eingegebene Gewicht, wenn du genau 1 Wiederholung angegeben hast, da eine einzelne Wiederholung bereits dein Maximum ist). Der Durchschnitt zweier unabhängig entwickelter Formeln gleicht die Schwächen der jeweils anderen aus.
Rechenbeispiel
Trainingsprozentsätze auf Basis deines 1RM
Sobald du dein geschätztes 1RM kennst, legen die meisten Kraftprogramme die Arbeitssätze als Prozentsatz davon fest. Typische Wiederholungsbereiche je Prozentsatz sehen so aus:
| % des 1RM | Typische Wiederholungen | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 100% | 1 | Maximaltest |
| 95% | 2 | Peaking / Kraft |
| 90% | 4 | Kraft |
| 85% | 6 | Kraft-Hypertrophie |
| 80% | 8 | Hypertrophie |
| 75% | 10 | Hypertrophie |
| 70% | 12 | Hypertrophie / Ausdauer |
Warum die Genauigkeit bei höheren Wiederholungszahlen sinkt
Sowohl Epley als auch Brzycki gehen von einem annähernd linearen Zusammenhang zwischen Wiederholungszahl und Ermüdung aus. Diese Annahme trifft bis etwa 10 Wiederholungen recht gut zu, doch darüber hinaus spielen Muskelausdauer und Laktattoleranz eine ebenso große Rolle wie die maximale Kraft, sodass die Formeln je nach Athlet zunehmend über- oder unterschätzen. Wer regelmäßig im Bereich von 12–20 Wiederholungen trainiert, sollte ein daraus abgeleitetes 1RM eher als groben Richtwert und nicht als Grundlage für die Trainingsplanung betrachten.
Aufwärmen vor Test oder Schätzung
- Beginne mit 2–3 allgemeinen Aufwärmsätzen mit sehr leichtem Gewicht, um die Körpertemperatur zu erhöhen und das Bewegungsmuster zu üben.
- Steigere das Gewicht über 3–4 Sätze und reduziere dabei die Wiederholungszahl, bis du das Arbeitsgewicht erreichst, von dem aus du schätzen möchtest.
- Beende den Arbeitssatz bei oder kurz vor dem technischen Versagen — ein Zusammenbruch der Technik vor dem eigentlichen Versagen macht die Wiederholungszahl unzuverlässig.
- Ruhe dich 2–5 Minuten zwischen schweren Sätzen aus, damit die Ermüdung des vorherigen Satzes deine Schätzung nicht verfälscht.
Sicherheitshinweise
Eine Schätzung anhand eines submaximalen Satzes ist sicherer als ein echter Einwiederholungsmaximum-Test, besonders für Anfänger, Athleten, die allein trainieren, oder Personen nach einer Verletzung. Wenn du dich für einen echten 1RM-Test entscheidest, nutze bei Langhantelübungen einen Spotter oder Sicherheitsstangen und versuche niemals ein Maximum, wenn deine Technik bereits nachlässt oder du an anderer Stelle im Training schon erschöpft bist.