Hair guideMedikamente und Haarausfall

Medikamente und Haarausfall

Viele Medikamente können vorübergehend Haare ausfallen lassen – meist umkehrbar.

Zuletzt aktualisiert: 2026-06-14

Medikamentenbedingter Haarausfall ist meist ein telogenes Effluvium – ein diffuses, am ganzen Kopf auftretendes Haarausfallen, das 2–4 Monate nach Beginn (oder Änderung) eines Medikaments einsetzt und sich nach dem Absetzen wieder zurückbildet. Zu den häufigen Auslösern zählen einige Blutverdünner, Betablocker und andere Blutdruckmittel, bestimmte Antidepressiva, Retinoide (hochdosiertes Vitamin A / Aknemittel), manche Antikonvulsiva, Schilddrüsenmedikamente bei falscher Dosierung sowie hormonelle Behandlungen. Die Chemotherapie ist anders – sie verursacht ein anagenes Effluvium, einen schnelleren und stärkeren Verlust, der nach der Behandlung in der Regel ebenfalls wieder nachwächst.

Das Entscheidende ist, ein verordnetes Medikament nicht eigenmächtig abzusetzen – das Medikament kann wichtiger sein als das Haar, und das Haarausfallen ist meist vorübergehend. Notieren Sie stattdessen den zeitlichen Verlauf (begann es ein paar Monate nach einem neuen Medikament?), sprechen Sie mit der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt und fragen Sie, ob eine Alternative besteht. Der meiste medikamentenbedingte Haarausfall erholt sich innerhalb von 6–12 Monaten, sobald der Auslöser angegangen wird.

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Quellen: AGA review (CCID) ↗

FAQ

Soll ich mein Medikament wegen des Haarausfalls absetzen?

Nicht eigenmächtig. Das Medikament kann wichtig sein, und das Haarausfallen ist meist vorübergehend und umkehrbar. Teilen Sie der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt den zeitlichen Verlauf mit und fragen Sie nach Alternativen, bevor Sie etwas ändern.

Welche gängigen Medikamente verursachen Haarausfall?

Einige Blutverdünner, Blutdruckmittel (Betablocker), bestimmte Antidepressiva, Retinoide/Aknemittel, manche Antikonvulsiva und falsch dosierte Schilddrüsenmedikamente sind häufige Beispiele. Der Zusammenhang ist meist ein vorübergehendes telogenes Effluvium.

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Keine medizinische Beratung. Nur allgemeine Aufklärung; sie ersetzt nicht die Diagnose oder Behandlung durch eine zugelassene Fachperson. Konsultieren Sie einen zertifizierten Dermatologen, bevor Sie eine Behandlung beginnen, beenden oder ändern.

⚠️ Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten — nicht selbst behandeln

  • Plötzliche fleckige oder kreisrunde kahle Stellen
  • Rötung, Schuppung, Eiter, Schmerz oder Juckreiz (mögliche vernarbende Alopezie — dringend behandeln)
  • Abgebrochene Haare oder rascher Verlust
  • Verlust mit körperweiten Anzeichen (Gewichtsverlust, Müdigkeit, Zyklusveränderungen, Akne, vermehrter Haarwuchs)
  • Verlust unmittelbar nach einem neuen Medikament
  • Jeglicher Haarausfall bei einem Kind
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