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PRP bei Haarausfall: Wie es wirkt und was zu erwarten ist

✓ Medizinisch geprüft📅 Zuletzt aktualisiert: 2026-06-14⏱ 3 Min. Lesezeit
💡 Kurzantwort

Plättchenreiches Plasma (PRP) verwendet ein Konzentrat aus Ihrem eigenen Blut, das in die Kopfhaut injiziert wird, um die Haarfollikel zu stimulieren. Es zeigt Potenzial bei erblich bedingtem Haarausfall, aber die Evidenz ist gemischt und es ist am besten als Ergänzung, nicht als Heilung zu betrachten.

Plättchenreiches Plasma (PRP) wird hergestellt, indem eine kleine Menge Ihres eigenen Blutes entnommen, in einer Zentrifuge zur Konzentration der Plättchen geschleudert und dieses Plasma in die Kopfhaut injiziert wird. Plättchen setzen Wachstumsfaktoren frei, von denen man annimmt, dass sie die aktive Wachstumsphase der Follikel verlängern und deren Blutversorgung verbessern, was die Miniaturisierung beim androgenetischen (erblich bedingten) Haarausfall verlangsamen könnte.

Was die Evidenz zeigt

Mehrere kontrollierte Studien und systematische Übersichtsarbeiten berichten, dass PRP die Haardichte und -dicke bei androgenetischer Alopezie erhöhen kann, besonders in Kombination mit Behandlungen wie Minoxidil oder Microneedling. Allerdings ist die Gesamtqualität der Evidenz gering. Die Studien unterscheiden sich stark darin, wie das PRP zubereitet wird, wie viel injiziert wird und wie oft, und viele sind klein und bergen ein Verzerrungsrisiko. Diese Heterogenität führt zu inkonsistenten Ergebnissen und erschwert die Vorhersage von Resultaten für eine einzelne Person. Die Gutachter fordern durchweg größere, standardisierte Studien. Kurz gesagt: plausibler Nutzen, möglicherweise real, aber moderat und nicht garantiert.

Typischer Sitzungsplan

Die Protokolle sind nicht standardisiert, aber ein gängiger Ansatz ist eine anfängliche Serie monatlicher Sitzungen über etwa drei bis vier Monate, gefolgt von Erhaltungssitzungen alle paar Monate. Vorteile sind, falls sie auftreten, allmählich und hängen von der Fortführung der Behandlung ab; die Ergebnisse verblassen tendenziell, sobald die Injektionen aufhören.

Was während der Behandlung zu erwarten ist

PRP ist im Allgemeinen am nützlichsten bei frühem bis mäßigem erblich bedingtem Haarausfall, wo noch einige lebende Follikel vorhanden sind. Es hilft wahrscheinlich nicht dort, wo Haar seit Jahren verloren ist oder wo Narbenbildung die Follikel zerstört hat.

Kosten und praktische Überlegungen

PRP wird meist als kosmetisch eingestuft, daher wird es in der Regel nicht von der Versicherung übernommen und aus eigener Tasche bezahlt. Die Preise variieren erheblich je nach Region, Klinik und Anzahl der Sitzungen, fragen Sie also nach einem schriftlichen Kostenvoranschlag, der die gesamte anfängliche Behandlungsserie plus laufende Erhaltung abdeckt, nicht nur einen einzelnen Besuch. Da die Ergebnisse von wiederholter Behandlung abhängen, kalkulieren Sie die langfristigen Kosten ein. Besprechen Sie Ihre Ziele mit einem fachärztlich zertifizierten Dermatologen, der die Diagnose bestätigen, andere Ursachen für den Haarausfall ausschließen und Ihnen sagen kann, ob bewährte Erstlinienoptionen wie Minoxidil oder Finasterid vor oder neben PRP kommen sollten. Suchen Sie umgehend einen Arzt auf bei plötzlichem, fleckigem oder vernarbendem Haarausfall oder bei Kopfhautschmerzen, -rötung oder Eiter, die auf Erkrankungen hindeuten, die PRP nicht beheben wird.

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FAQ

Ist PRP eine dauerhafte Heilung für Haarausfall?

Nein. PRP heilt den erblich bedingten Haarausfall nicht, der eine fortschreitende genetische Erkrankung ist. Jede Verbesserung hängt typischerweise von fortlaufenden Erhaltungssitzungen ab, und die Vorteile nehmen tendenziell ab, wenn die Behandlung aufhört. Es wird am besten neben bewährten Therapien eingesetzt, nicht als Ersatz dafür.

Wie schnell sehe ich Ergebnisse durch PRP?

Die Veränderungen sind allmählich. Die meisten Protokolle umfassen mehrere Sitzungen über einige Monate, und jede Verringerung des Haarausfalls oder Verbesserung der Dichte wird in der Regel erst nach dieser anfänglichen Serie spürbar. Da die individuellen Reaktionen variieren, sollte Ihr Arzt vor der Fortführung mit Fotos eine Neubewertung vornehmen.

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Keine medizinische Beratung. Nur allgemeine Aufklärung; sie ersetzt nicht die Diagnose oder Behandlung durch eine zugelassene Fachperson. Konsultieren Sie einen zertifizierten Dermatologen, bevor Sie eine Behandlung beginnen, beenden oder ändern.

⚠️ Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten — nicht selbst behandeln

  • Plötzliche fleckige oder kreisrunde kahle Stellen
  • Rötung, Schuppung, Eiter, Schmerz oder Juckreiz (mögliche vernarbende Alopezie — dringend behandeln)
  • Abgebrochene Haare oder rascher Verlust
  • Verlust mit körperweiten Anzeichen (Gewichtsverlust, Müdigkeit, Zyklusveränderungen, Akne, vermehrter Haarwuchs)
  • Verlust unmittelbar nach einem neuen Medikament
  • Jeglicher Haarausfall bei einem Kind
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