Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) erhöht die Androgene (männliche Hormone), was einen Haarausfall vom weiblichen Typ antreiben kann: eine allmähliche Ausdünnung über dem Wirbel und ein breiter werdender Scheitel, oft begleitet von unregelmäßigen Perioden, Akne oder unerwünschtem Gesichts- und Körperhaar (Hirsutismus). Anders als beim telogenen Effluvium handelt es sich hier um einen echten anlagebedingten Haarausfall, der eine auf die Hormone ausgerichtete Behandlung braucht und nicht nur eine bessere Ernährung.
Die Behandlung zielt auf die Androgene und den anlagebedingten Verlust zugleich: topisches Minoxidil zum Nachwachsen sowie Antiandrogene wie Spironolacton oder bestimmte kombinierte orale Kontrazeptiva unter ärztlicher Aufsicht, dazu die Behandlung des zugrunde liegenden PCOS (Gewicht, Insulinresistenz). Da sich die Anzeichen mit anderen Erkrankungen überschneiden, sollte eine Fachärztin oder ein Facharzt das PCOS durch Anamnese, Untersuchung und Bluttests bestätigen. Wenn Sie eine Ausdünnung zusammen mit unregelmäßigen Zyklen, Akne oder vermehrtem Haarwuchs haben, sprechen Sie PCOS bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an.
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FAQ
Wie wird PCOS-bedingter Haarausfall behandelt?
Mit Minoxidil zum Nachwachsen plus Antiandrogenen (z. B. Spironolacton oder bestimmte Kontrazeptiva) unter ärztlicher Aufsicht, begleitet von der Behandlung des PCOS selbst. Eine Dermatologin/ein Dermatologe und/oder eine Gynäkologin/ein Gynäkologe begleiten dies.
Ist PCOS-bedingter Haarausfall umkehrbar?
Er ist eher beherrschbar als „heilbar“: Die Behandlung kann die Ausdünnung stoppen und teilweise umkehren, wirkt aber am besten, wenn früh begonnen wird, und muss fortgeführt werden. Suchen Sie eine Ärztin oder einen Arzt auf, um PCOS zu bestätigen und einen Plan zu beginnen.
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⚠️ Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten — nicht selbst behandeln
- Plötzliche fleckige oder kreisrunde kahle Stellen
- Rötung, Schuppung, Eiter, Schmerz oder Juckreiz (mögliche vernarbende Alopezie — dringend behandeln)
- Abgebrochene Haare oder rascher Verlust
- Verlust mit körperweiten Anzeichen (Gewichtsverlust, Müdigkeit, Zyklusveränderungen, Akne, vermehrter Haarwuchs)
- Verlust unmittelbar nach einem neuen Medikament
- Jeglicher Haarausfall bei einem Kind