Hair guideSchilddrüsenprobleme und Haarausfall

Schilddrüsenprobleme und Haarausfall

Schilddrüsenstörungen sind eine klassische, sehr gut behandelbare Ursache für diffusen Haarausfall.

Zuletzt aktualisiert: 2026-06-14

Sowohl eine Hypothyreose (Unterfunktion) als auch eine Hyperthyreose (Überfunktion) können ein telogenes Effluvium verursachen — eine diffuse, über den ganzen Kopf verteilte Ausdünnung statt eines zurückweichenden Haaransatzes. Das Schilddrüsenhormon wird für den Haarwachstumszyklus benötigt; gerät es aus dem Gleichgewicht, fallen mehr Haare aus und das Nachwachsen verlangsamt sich. Oft kommen weitere Hinweise hinzu: Müdigkeit, Gewichts- oder Temperaturveränderungen, trockene Haut oder Herzklopfen.

Die gute Nachricht ist, dass es überprüf- und behandelbar ist: Ein einfacher TSH-Bluttest (und manchmal T4) kann es aufdecken, und die Behandlung der Schilddrüse lässt das Haar in der Regel über mehrere Monate wieder nachwachsen — auch wenn dies den Blutwerten zeitlich hinterherhinken kann. Schilddrüsenbedingter Haarausfall kann sich zudem mit anlagebedingtem Haarausfall überlagern; wenn die Ausdünnung also am Wirbel oder am Haaransatz konzentriert ist, kann beides zugleich vorliegen. Bitten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Schilddrüsentests, wenn der Ausfall diffus und ungeklärt ist.

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Quellen: AGA review (CCID) ↗

FAQ

Welchen Schilddrüsentest sollte ich verlangen?

Beginnen Sie mit TSH; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt ergänzt eventuell freies T4 und Schilddrüsen-Antikörper. Diese decken sowohl Unter- als auch Überfunktion auf — die beiden Muster, die Haarausfall verursachen.

Wachsen schilddrüsenbedingt ausgefallene Haare wieder nach?

In der Regel ja, sobald die Schilddrüse behandelt und stabil eingestellt ist — wobei das Nachwachsen mehrere Monate dauern kann und Ihren normalisierten Blutwerten zeitlich hinterherhinken kann.

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Keine medizinische Beratung. Nur allgemeine Aufklärung; sie ersetzt nicht die Diagnose oder Behandlung durch eine zugelassene Fachperson. Konsultieren Sie einen zertifizierten Dermatologen, bevor Sie eine Behandlung beginnen, beenden oder ändern.

⚠️ Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten — nicht selbst behandeln

  • Plötzliche fleckige oder kreisrunde kahle Stellen
  • Rötung, Schuppung, Eiter, Schmerz oder Juckreiz (mögliche vernarbende Alopezie — dringend behandeln)
  • Abgebrochene Haare oder rascher Verlust
  • Verlust mit körperweiten Anzeichen (Gewichtsverlust, Müdigkeit, Zyklusveränderungen, Akne, vermehrter Haarwuchs)
  • Verlust unmittelbar nach einem neuen Medikament
  • Jeglicher Haarausfall bei einem Kind
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