- Die von Howard Gardner entwickelte Theorie besagt, dass es nicht eine, sondern mehrere unabhaengige Intelligenzen gibt.
- Gardner beschreibt acht Intelligenzen: sprachlich, logisch-mathematisch, raeumlich, musikalisch, koerperlich-kinaesthetisch, interpersonal, intrapersonal und naturalistisch.
- Die Theorie ist beliebt, weil sie Vielfalt anerkennt und jedem Staerken zuschreibt.
- Die Hauptkritik ist, dass es kaum empirische Belege fuer voneinander unabhaengige Intelligenzen gibt.
- Die Theorie ist populaer, aber wissenschaftlich umstritten und nicht etabliert.
Was ist die Theorie der multiplen Intelligenzen?
Die von Howard Gardner entwickelte Theorie besagt, dass es nicht eine, sondern mehrere unabhaengige Intelligenzen gibt. Ursprünglich nannte Gardner sieben, spaeter acht Bereiche, etwa sprachliche, musikalische und koerperlich-kinaesthetische Intelligenz. Die Idee ist, dass Menschen in verschiedenen Bereichen unterschiedlich begabt sein koennen.
Welche acht Intelligenzen gibt es?
Gardner beschreibt acht Intelligenzen: sprachlich, logisch-mathematisch, raeumlich, musikalisch, koerperlich-kinaesthetisch, interpersonal, intrapersonal und naturalistisch. Jede steht fuer eine andere Art von Faehigkeit, vom Umgang mit Worten bis zur Naturbeobachtung. Manche Darstellungen ergaenzen eine neunte, existenzielle Intelligenz.
Warum ist die Theorie so beliebt?
Die Theorie ist beliebt, weil sie Vielfalt anerkennt und jedem Staerken zuschreibt. Sie wirkt motivierend und passt gut zu paedagogischen Idealen individueller Foerderung. Gerade in Schulen wird sie haeufig aufgegriffen, weil sie Intelligenz breiter und positiver fasst als ein einzelner IQ-Wert.
Was kritisiert die Wissenschaft daran?
Die Hauptkritik ist, dass es kaum empirische Belege fuer voneinander unabhaengige Intelligenzen gibt. In Tests haengen verschiedene kognitive Faehigkeiten positiv zusammen und laden auf einen gemeinsamen Faktor g. Kritiker argumentieren zudem, dass mehrere von Gardners Bereichen eher Talente oder Persoenlichkeitszuege als eigenstaendige Intelligenzen sind.
Sind multiple Intelligenzen wissenschaftlich anerkannt?
Die Theorie ist populaer, aber wissenschaftlich umstritten und nicht etabliert. Der g-Faktor ist eines der am besten belegten Konzepte der Intelligenzforschung, waehrend Gardners Modell die empirische Pruefung kaum bestanden hat. Als Anregung zur Wertschaetzung von Vielfalt ist es nuetzlich, als wissenschaftliches Mess- oder Lernmodell jedoch nicht gesichert.
Gardners acht Intelligenzen und ihr wissenschaftlicher Status
| Intelligenz | Beschreibung | Wissenschaftlicher Status |
|---|---|---|
| Sprachlich | Umgang mit Worten, Sprache, Lesen und Schreiben | Ueberschneidet sich stark mit dem g-Faktor |
| Logisch-mathematisch | Logisches Denken, Zahlen, Problemloesen | Eng mit g und klassischem IQ verbunden |
| Raeumlich | Raeumliches Vorstellen und Orientierung | Teil etablierter IQ-Tests, kein eigenstaendiges Konstrukt |
| Musikalisch | Rhythmus, Klang, musikalisches Gehoer | Eher Talent, schwache empirische Abgrenzung |
| Koerperlich-kinaesthetisch | Koerperbeherrschung und Bewegung | Gilt vielen als motorische Faehigkeit, nicht als Intelligenz |
| Interpersonal | Verstaendnis fuer andere Menschen | Naeher an emotionaler Intelligenz, umstritten |
| Intrapersonal | Selbstwahrnehmung und Selbstverstaendnis | Eher Persoenlichkeitszug, schwach belegt |
| Naturalistisch | Beobachten und Ordnen in der Natur | Spaet ergaenzt, wissenschaftlich am umstrittensten |
❓ Häufig gestellte Fragen
Was ist ein guter IQ-Wert?
Ein IQ von 100 ist exakt der Durchschnitt; alles ab etwa 110 gilt als überdurchschnittlich, ab 120 gehörst du zu den besten 10 % und ab 130 zu den besten 2 % (Hochbegabung).
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Das Perzentil sagt dir, wie viel Prozent der Menschen du übertriffst: Ein IQ von 100 entspricht dem 50. Perzentil, 115 dem 84. und 130 den besten 2 %.
IQ-Perzentil-Tabelle: Welches Perzentil ist mein IQ? →Sind Online-IQ-Tests genau?
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Sind Online-IQ-Tests genau? →Kann man seinen IQ steigern?
Du kannst deine fluide Intelligenz durch Bildung und Training des Arbeitsgedächtnisses in bescheidenem Maß verbessern, doch der genetisch stark verankerte g-Faktor lässt sich nicht beliebig steigern.
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Traditionell gilt ein IQ ab 140 als Genie-Bereich, während Werte ab 130 in modernen Tests als sehr überdurchschnittlich (hochbegabt) eingestuft werden. Beide Werte sind extrem selten.
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