- In den 1930er-Jahren identifizierte Louis Thurstone rund sieben primare geistige Fahigkeiten.
- Thurstone vertrat zunachst die Auffassung, diese Fahigkeiten seien voneinander unabhangig.
- Spatere Analysen zeigten, dass seine Primarfahigkeiten dennoch miteinander korrelieren, was wieder auf ein ubergeordnetes g hindeutet.
- Thurstone hat die Faktorenanalyse entscheidend weiterentwickelt und die Idee eigenstandiger Gruppenfahigkeiten gepragt, die unterhalb der allgemeinen Intelligenz angesiedelt sind.
Was hat Thurstone vorgeschlagen?
In den 1930er-Jahren identifizierte Louis Thurstone rund sieben primare geistige Fahigkeiten. Dazu zahlten sprachliches Verstandnis, Rechenfertigkeit, raumliches Vorstellungsvermogen, Gedachtnis, logisches Schlussfolgern, Wortflussigkeit und Wahrnehmungsgeschwindigkeit.
Wie stellte das den Generalfaktor infrage?
Thurstone vertrat zunachst die Auffassung, diese Fahigkeiten seien voneinander unabhangig. Damit legte er nahe, dass Intelligenz mehrdimensional ist und sich nicht auf einen einzigen Generalfaktor reduzieren lasst.
Wurde der Streit beigelegt?
Spatere Analysen zeigten, dass seine Primarfahigkeiten dennoch miteinander korrelieren, was wieder auf ein ubergeordnetes g hindeutet. Moderne hierarchische Modelle vereinen beide Ebenen.
Was ist sein bleibendes Erbe?
Thurstone hat die Faktorenanalyse entscheidend weiterentwickelt und die Idee eigenstandiger Gruppenfahigkeiten gepragt, die unterhalb der allgemeinen Intelligenz angesiedelt sind. Sein Ansatz bereitete den Boden fur heutige mehrstufige Modelle.