Hair guideWechseljahre und Haarausfall

Wechseljahre und Haarausfall

Eine Ausdünnung um die Wechseljahre ist häufig, hormonell bedingt – und behandelbar.

Zuletzt aktualisiert: 2026-06-14

Um die Wechseljahre herum sinken Östrogen und Progesteron, während der relative Einfluss der Androgene zunimmt, was den erblich bedingten weiblichen Haarausfall sichtbar machen oder beschleunigen kann: eine diffuse Ausdünnung über dem Oberkopf und ein breiter werdender Scheitel, während der vordere Haaransatz meist erhalten bleibt. Das Haar kann sich auch feiner anfühlen und langsamer wachsen. Häufig überschneidet es sich mit dem telogenen Effluvium, das Stress, Schilddrüsenveränderungen oder Eisenmangel in dieser Lebensphase auslösen können.

Es ist gut beherrschbar. Topisches Minoxidil ist die bewährte Erstlinientherapie für das Nachwachsen; manche Frauen profitieren unter ärztlicher Begleitung von Antiandrogenen wie Spironolacton, und die Rolle der Hormontherapie ist individuell und am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu besprechen. Da Schilddrüsen- und Eisenprobleme in diesem Alter häufig sind und ähnlich aussehen, lohnt es sich, auch Ferritin und die Schilddrüse zu testen. Beginnen Sie früh mit der Behandlung – der erblich bedingte Haarausfall spricht am besten an, bevor er weit fortgeschritten ist.

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Quellen: AGA review (CCID) ↗

FAQ

Hilft HRT bei Haarausfall in den Wechseljahren?

Bei manchen Frauen kann sie helfen, aber die Studienlage ist uneinheitlich, und sie wird für die Wechseljahresbeschwerden insgesamt verordnet, nicht als Haarbehandlung. Besprechen Sie die individuellen Risiken und Vorteile mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; Minoxidil bleibt die bewährte Erstlinientherapie für das Nachwachsen.

Ist Haarausfall in den Wechseljahren dauerhaft?

Es ist ein erblich bedingter Haarausfall, also schreitet er unbehandelt fort – aber er ist beherrschbar und spricht auf eine Behandlung an, besonders wenn früh begonnen wird. Schließen Sie Schilddrüsen- und Eisenprobleme aus, die häufig und umkehrbar sind.

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Keine medizinische Beratung. Nur allgemeine Aufklärung; sie ersetzt nicht die Diagnose oder Behandlung durch eine zugelassene Fachperson. Konsultieren Sie einen zertifizierten Dermatologen, bevor Sie eine Behandlung beginnen, beenden oder ändern.

⚠️ Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten — nicht selbst behandeln

  • Plötzliche fleckige oder kreisrunde kahle Stellen
  • Rötung, Schuppung, Eiter, Schmerz oder Juckreiz (mögliche vernarbende Alopezie — dringend behandeln)
  • Abgebrochene Haare oder rascher Verlust
  • Verlust mit körperweiten Anzeichen (Gewichtsverlust, Müdigkeit, Zyklusveränderungen, Akne, vermehrter Haarwuchs)
  • Verlust unmittelbar nach einem neuen Medikament
  • Jeglicher Haarausfall bei einem Kind
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