PRP (plättchenreiches Plasma) ist ein Verfahren, bei dem eine Probe Ihres eigenen Blutes entnommen, in einer Zentrifuge geschleudert wird, um die plättchenreiche Plasmafraktion anzureichern, und anschließend in die Kopfhaut injiziert wird. Es beruht auf der Vorstellung, dass die in den Blutplättchen enthaltenen Wachstumsfaktoren die Follikel anregen, Haardicke und -dichte zu erhöhen. Seine Evidenzstufe ist vielversprechend, aber etwas unsicher (B/C) und off-label: Mehrere kleine randomisierte Studien haben positive Zugewinne bei Haarzahl und -dichte berichtet.
Die größte Einschränkung von PRP ist jedoch, dass die Technik nicht standardisiert ist. Das Zentrifugationsprotokoll, die Anzahl der Sitzungen und die Frage, ob die Blutplättchen aktiviert werden, variieren erheblich zwischen den Kliniken, was die Ergebnisse uneinheitlich macht. Mit anderen Worten: Ein Bericht, dass es bei manchen Menschen gewirkt hat, garantiert nicht dieselbe Wirkung für alle.
In der Praxis birgt PRP ein geringes Allergierisiko, da es Ihr eigenes Blut verwendet, doch es erfordert wiederholte Sitzungen, um eine Wirkung zu erhalten, und diese Kosten summieren sich. Es wird daher am besten als Ergänzung zu einer nachgewiesenen medikamentösen Therapie betrachtet und nicht als Ersatz, wobei das Protokoll der Klinik und realistische Erwartungen vor dem Beginn geklärt werden sollten.
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FAQ
Wirkt PRP tatsächlich?
Mehrere kleine Studien berichten positive Zugewinne bei Haarzahl und -dichte, doch da die Technik nicht standardisiert ist, sind die Ergebnisse uneinheitlich. Ein Nutzen bei manchen Menschen garantiert nicht dasselbe für alle, daher ist es realistischer, PRP als Ergänzung zu nachgewiesenen Medikamenten statt als Ersatz zu betrachten.
Wie viele Sitzungen brauche ich, und wie lange hält es an?
PRP erfordert wiederholte Sitzungen, um eine Wirkung zu erhalten, und die empfohlene Anzahl und der Abstand variieren je nach Klinik. Eine einzelne Sitzung führt wahrscheinlich nicht zu einem dauerhaften Ergebnis, und die Kosten summieren sich. Klären Sie das Protokoll der Klinik, den Erhaltungsplan und die Kosten vor dem Beginn.
Ist es sicher? Gibt es Nebenwirkungen?
Da es Ihr eigenes Blut verwendet, ist das Risiko einer Allergie oder Abstoßung gering. Dennoch kann es als Injektionsverfahren Schmerzen oder Schwellungen an der Injektionsstelle und, selten, eine Infektion verursachen. Es ist wichtig, dass es hygienisch von erfahrenen ärztlichen Fachpersonen durchgeführt wird, und Sie sollten etwaige Grunderkrankungen vorab erwähnen.
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⚠️ Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten — nicht selbst behandeln
- Plötzliche fleckige oder kreisrunde kahle Stellen
- Rötung, Schuppung, Eiter, Schmerz oder Juckreiz (mögliche vernarbende Alopezie — dringend behandeln)
- Abgebrochene Haare oder rascher Verlust
- Verlust mit körperweiten Anzeichen (Gewichtsverlust, Müdigkeit, Zyklusveränderungen, Akne, vermehrter Haarwuchs)
- Verlust unmittelbar nach einem neuen Medikament
- Jeglicher Haarausfall bei einem Kind