Hair guideKreatin und Haarausfall: die Evidenz

Kreatin und Haarausfall: die Evidenz

Die „Glatzen“-Angst rund um Kreatin beruht auf einer einzigen Studie. Hier ist, was sie tatsächlich gezeigt hat.

Zuletzt aktualisiert: 2026-06-14

Die Sorge geht auf eine einzige kleine Studie von 2009 an Rugbyspielern zurück, in der Kreatin das DHT (das Hormon hinter dem anlagebedingten Haarausfall) um etwa 50 % über den Ausgangswert erhöhte — wobei es immer noch im Normbereich lag. Das ist die gesamte Grundlage dieser Angst. Entscheidend ist: Keine einzige Studie hat jemals tatsächlichen Haarausfall durch Kreatin gemessen; der Zusammenhang ist theoretisch und allein aus diesem einen Hormonbefund abgeleitet.

Eine ehrliche Einordnung: Wenn Sie genetisch zu anlagebedingtem Haarausfall neigen, könnte ein anhaltend erhöhtes DHT die Dinge theoretisch etwas vorantreiben — es ist also vertretbar, vorsichtig zu sein oder Kreatin mit einem nachweislich wirksamen DHT-Blocker zu kombinieren, wenn Sie ohnehin schon beunruhigt sind. Für die meisten Menschen stützt die Evidenz jedoch nicht, Kreatin zugunsten der Haare abzusetzen — die Daten sind schlicht nicht vorhanden, und die nachgewiesenen Treiber (Genetik, Alter, DHT-Empfindlichkeit) wiegen weit schwerer. Wenn Sie sich Sorgen machen, sind ein Selbstcheck und eine Dermatologin oder ein Dermatologe besser als Raten.

Kostenlosen Selbsttest ausprobieren →

Quellen: AGA review (CCID) ↗

FAQ

Sollte ich Kreatin absetzen, um meine Haare zu schützen?

Für die meisten Menschen nein — es gibt keine direkte Evidenz, dass Kreatin Haarausfall verursacht. Wenn Sie ohnehin genetisch veranlagt und beunruhigt sind, können Sie es absetzen oder einen nachweislich wirksamen DHT-Blocker ergänzen, aber die Datenlage zwingt nicht zum Absetzen.

Erhöht Kreatin das DHT?

Eine kleine Studie von 2009 fand einen DHT-Anstieg von etwa 50 % (weiterhin im Normbereich); andere Studien haben dies nicht durchgängig bestätigt, und keine hat einen daraus folgenden Haarausfall gezeigt. Der Hormon-Zusammenhang ist schwach und indirekt.

Mehr entdecken

Keine medizinische Beratung. Nur allgemeine Aufklärung; sie ersetzt nicht die Diagnose oder Behandlung durch eine zugelassene Fachperson. Konsultieren Sie einen zertifizierten Dermatologen, bevor Sie eine Behandlung beginnen, beenden oder ändern.

⚠️ Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten — nicht selbst behandeln

  • Plötzliche fleckige oder kreisrunde kahle Stellen
  • Rötung, Schuppung, Eiter, Schmerz oder Juckreiz (mögliche vernarbende Alopezie — dringend behandeln)
  • Abgebrochene Haare oder rascher Verlust
  • Verlust mit körperweiten Anzeichen (Gewichtsverlust, Müdigkeit, Zyklusveränderungen, Akne, vermehrter Haarwuchs)
  • Verlust unmittelbar nach einem neuen Medikament
  • Jeglicher Haarausfall bei einem Kind
Kostenlosen Selbsttest ausprobieren →
Kostenlosen Selbsttest ausprobieren →